Unter dem Dach der "Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement" fördert das BMBFSFJ seit 2014 Kreise und kreisfreie Städte bei der Gestaltung ihrer kommunalen Bildungslandschaften. Neben den Förderprogrammen erhalten Kommunen Unterstützung durch regional tätige Entwicklungsagenturen (REAB) und Fachstellen, die sie bei der Umsetzung begleiten.
Kommunale Bildungslandschaften brauchen heute innovative Lösungen und Angebote vor Ort, um Herausforderungen wie Digitalisierung und Fachkräftesicherung zu meistern, die Bildungsgerechtigkeit zu erhöhen und wettbewerbsfähig zu bleiben. Der Aufbau eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements (DKBM), das Bildung über alle Lebensphasen hinweg in den Mittelpunkt rückt und als Gemeinschaftsaufgabe aller beteiligter Akteure begreift, ist dafür eine wichtige Grundlage. Mit Hilfe von Daten können Kommunen Bedarfslagen besser einschätzen, Strategien und zielgerichtete Maßnahmen entwickeln und Ressourcen effizienter einsetzen. Tragfähige Kooperationen mit Akteuren aus Politik, Bildung, Zivilgesellschaft und Wirtschaft sowie die Beteiligung von Bürgerinnen und Bürgern helfen dabei, Synergien zu nutzen und gemeinsam bessere Bildung vor Ort zu gestalten.
Vor diesem Hintergrund hat das Bundesministerium für Bildung, Familie, Senioren, Frauen und Jugend (BMBFSFJ) 2014 die „Transferinitiative Kommunales Bildungsmanagement“ initiiert. Unter dem Dach der Transferinitiative fördert das BMBFSFJ die Weiterentwicklung kommunaler Bildungslandschaften zu zukunftsfähigen Lebens- und Lernorten mit Förderrichtlinien, umfassenden Begleit- und Beratungsangeboten und der Stärkung von Fachdiskurs und Wissenstransfer.
Erklärung: „Gemeinsam für starke kommunale Bildungslandschaften“
Anlässlich der Bundeskonferenz Kommunales Bildungsmanagement 2026 haben Bund, Länder und kommunale Spitzenverbände eine gemeinsame Erklärung zur Stärkung kommunaler Bildungslandschaften auf den Weg gebracht. Im Fokus der Erklärung steht die Bedeutung der kommunalen Ebene und ihrer Sozialräume für die Verwirklichung von Teilhabechancen und Bildungsgerechtigkeit entlang des lebensbegleitenden Lernens. Als zentraler Schlüssel wird dabei das datenbasierte kommunale Bildungsmanagement benannt, das im Rahmen von bestehenden und künftigen Bundes- und Länderprogrammen weiter unterstützt werden soll. Damit bietet die Erklärung kommunalen Akteuren eine wichtige Argumentationsgrundlage, um den Weg eines datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements weiter zu verfolgen.
Das ESF Plus-Förderprogramm Bildungskommunen
Durch das ESF Plus-Förderprogramm Bildungskommunen fördert das BMBFSFJ die (Weiter-)Entwicklung des datenbasierten kommunalen Bildungsmanagements in Kreisen und kreisfreien Städten in Deutschland. Der Fokus des Programms liegt auf dem Auf- und Ausbau des kommunalen Bildungsmonitorings, der Etablierung analog-digital vernetzter Bildungslandschaften sowie der Bearbeitung spezifischer thematischer Schwerpunkte wie beispielsweise Fachkräftesicherung oder kulturelle Bildung.
Ergänzend dazu wurden mit der erweiterten Programmlinie Ganztag in Bildungskommunen weitere Fördermöglichkeiten für Städte, Kreise und kreisangehörige Kommunen geschaffen. Dadurch sollen die kommunale Koordination des Ausbaus von Angeboten zur Gestaltung der ganztägigen Bildung und Betreuung gefördert und somit langfristig die Chancen auf Teilhabe an Bildung für alle Kinder in Deutschland verbessert werden.
Beratung und Qualifizierung für Kommunen
Neben den Förderrichtlinien liegt ein besonderer Schwerpunkt der Transferinitiative auf dem Wissens- und Erfahrungstransfer. Deutschlandweit berät ein Fachnetzwerk aus acht Regionalen Entwicklungsagenturen und fünf thematischen Fachstellen Kommunen bei der (Weiter-)Entwicklung ihrer Bildungslandschaften. So steht allen interessierten Kommunen ein umfassendes Beratungs- und Unterstützungsangebot zur Verfügung, das individuelle Begleitprozesse, diverse Austausch- und Fachveranstaltungen sowie Veröffentlichungen wie Handreichungen und Praxistipps umfasst.
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